Tipp: Scheue Katze?

Scheue Katze zähmen?

Viele Menschen möchten keine scheue Katze, sondern eine zutrauliche, verschmuste. Deshalb müssen Scheuchen in Tierheimen meist lange auf ein Zuhause warten. Das ist schade, denn oft werden auch ängstliche Tiere später sehr anhänglich.

 

Unsere ehemalige Strassenkatze hat auf der Pflegestelle zwei Monate unter dem Bett verbracht, bei uns war sie noch zwei Wochen nahezu unsichtbar und jetzt ist sie ein fröhliches, freches Schmusekätzchen. Wir haben uns als Ergänzung zu unseren beiden Katzendamen zu einem menschenscheuen Tier entschieden, damit meine Klebekatze nicht eifersüchtig wird. Das Resultat ist sehr überzeugend:

Ex-Scheuchen

Wie man einer scheuen Katze Sicherheit gibt

  • Das Zauberwort bei scheuen Katze heisst Geduld!
  • Zuerst sollte man die scheue Katze in einem vorbereiteten Raum separieren, wie bei einer normalen Zusammenführung.
  • Ein Rückzugsort muss vorhanden sein, aber alle anderen Nischen und Ecken sollte man abdichten, damit sich das Angsthäschen nicht völlig verkriechen kann.
  • Quetscht sich die Katze trotzdem in einen kleinen Zwischenraum, sollte man nicht versuchen, sie dort hervorzuholen, ausser die Situation sei lebensgefährlich für das Tier.
  • Nicht aufdringlich sein! Besser das Tier erst mal in Ruhe lassen. Wenn die Katze frisst und aufs Klo geht, was sie vor allem nachts tun wird, ist alles vorerst in Ordnung.
  • Ab und zu rein gehen, sich völlig normal verhalten, beruhigend vor sich hin brabbeln: Hauptsache es klingt nicht aggressiv. Vorlesen hilft.
  • Keine klappernden Schuhe oder klimpernden Schmuck tragen.
  • Nicht anstarren, anfassen oder streicheln! Egal wie niedlich sie oder er ist.
  • Direkter Augenkontakt und allzu langsame Bewegungen können für eine Katze wie ein Angriffsritual bei einem Katzenkampf wirken.
  • Manchmal in die Richtung der Katze sehen, langsam blinzeln und wieder wegsehen. Das heisst in der Katzensprache: Ich mag dich und ich tu dir nichts.

Sobald sich die scheue Katze auch tagsüber hervor traut, sich im Beisein von Menschen putzt und sich entspannt verhält, kann man ihr auch die anderen Räume zeigen. Bereits im Haushalt vorhandene Katzen können ihr vormachen, dass Menschen gar nicht so gefährlich sind.

Spielen hilft Ängste abzubauen …

Zum Spielen animieren klappt meistens mit einem jungen Kätzchen schneller als mit einem älteren Tier. Falls das Tier es zulässt, kann man es leicht mit einem Federwedel streicheln. Diese Verlängerung der Hand hilft Ängste abzubauen, das darf aber niemals mit Zwang geschehen.

… und Essen sowieso

Auch mit Futter kann man viel erreichen, denn Liebe geht durch den Magen. Ein langer Löffel mit etwas Futter wird in kleinen Schritten jedes Mal ein wenig näher gehalten, so dass die scheue Katze sich an die Gegenwart des Menschen gewöhnt und diesen mit etwas Angenehmen in Verbindung bringt.

Ein Happyend?

Es lohnt sich! Wenn man schliesslich das Herz einer ängstlichen Katze erobert hat (und das kann Monate oder sogar Jahre dauern), wird man vielleicht keine Schosskatze haben, aber sicherlich ein dankbares Tier. Oder ein begeistertes, wie in unserem Fall!

 

Quellen und mehr Informationen:

www.haustierwir.blogspot.ch

www.tierheim-bad-kreuznach.de/infos/scheue_katze

www.katzen-fieber.de/scheue-aengstliche-katzen.php

 

 

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