Tipp: Katze chippen lassen

Katze chippen lassen

 

Der Zahlencode des Microchips, der einer Katze im Halsbereich implantiert wird, kann mit einem Chiplesegerät gelesen werden und hilft, das Tier eindeutig zu identifizieren.

Warum sollte man seine Katze chippen lassen?

Leider können Katzen aus verschiedensten Gründen nicht mehr nach Hause kommen. In der Schweiz gehen gemäss den Statistiken von 2012 der ANIS Animal Identify Service AG jährlich ca. 10’000 Katzen verloren. Der Chip, ein Transponder so gross wie ein Reiskorn, wird der Katze im Nackenbereich implantiert, was nicht besonders schmerzhaft ist. Mithilfe der registrierten Nummer hat schon mancher Ausreisser sein Zuhause wiedergefunden.

Vorteile des Chips bei Katzen

  • Der Chip verbessert die Chancen seine Katze wieder zu finden: Sie kann bei einem Tierarzt und bei manchen Tierheimen identifiziert und die Besitzer benachrichtigt werden.
  • Ist die Katze verletzt, kann sofort die Behandlung besprochen werden, weil der Tierarzt Kontakt mit den Besitzern aufnehmen kann.
  • Sollte die Katze jemandem zulaufen, kann man beweisen, wem das Tier gehört. Manch allerliebstes Findelbüsi wird nämlich nur ungern wieder zurückgegeben.
  • Besonders bei z.B. schwarzen oder getigerten Katzen, die häufig sind und von ihnen ähnlich sehenden Katzen kaum unterschieden werden können, ist die Identifikation oft nicht einfach.
  • Es besteht nicht die Gefahr, dass sich die Katze strangulieren kann, wie bei einem Halsband mit Adresse.
  • Bei verstorbenen Tieren ist es für die Besitzer oft eine Erleichterung zu wissen, was mit ihrem entlaufenen Tier geschehen ist.

Kursierende Aussagen wie das Risiko des wandernden Chips im Körper einer Katze bis hin zu Krebsgefahr werden durch keine Studien bestätigt. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Transponder unter der Haut wandert und nicht an der implantierten Stelle bleibt. Dies beeinträchtigt das Wohlbefinden des Tieres nicht. Es ist möglich, dass der Körper unter Umständen auf den Fremdkörper reagiert und versucht, ihn abzukapseln. Jedoch wurde bei Katzen deshalb kein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt.

Katzentüren mit Chip-Steuerung

Damit nur die eigenen Katzen Zugang zur Wohnung oder zum Haus haben, sind Katzenklappen mit Chipsteuerung erhältlich. Der Chip ist inaktiv, er kann keine Signale senden oder empfangen. Geht die Katze durch eine chipgesteuerte Katzentür, sendet diese niederfrequente Radiowellen aus, die vom Mikrochip reflektiert werden. Im Vergleich zu den heute fast überall konstant vorhandenen Strahlungen fällt dies jedoch kaum ins Gewicht.

Was kostet das Chippen einer Katze?

Das Chippen kostet ungefähr CHF 90.–, manche Tierärzte führen im November jeweils eine Katzen-Chip-Aktion mit reduzierten Kosten durch.

Gechippte Tiere sind bei der ANIS, schweizerische Datenbank für gekennzeichnete Heimtiere, registriert:
www.anis.ch

Quellen:
www.tierschutzbund.ch
www.tierarztstaub.ch
blogs.landbote.ch/haustiere

 

1 Kommentare

  1. Ein sehr informativer Artikel. Insbesondere auch der Hinweis auf die Kosten finde ich sehr wichtig. Vielen ist leider nicht bewusst, dass ein Tier auch nach der Anschaffung Kosten mit sich bringt.

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