Zusammenführung

KatzenzusammenführenKitten können unter Aufsicht normalerweise problemlos zusammengeführt werden, es sei denn sie seien von Grösse und Gewicht sowie Aktivität her sehr verschieden. Bei Teenager- und erwachsenen Katzen lohnt es sich, eine langsame Zusammenführung zu machen. Diese scheint zwar aufwändig, ist aber allemal einfacher als die Katzenkämpfe, Unsauberkeit und Dramen die aus einer überfallartigen Zusammenführung resultieren können.

 

Bei mit Artgenossen sozialen Tieren wird das Kennenlernen sicher weniger Zeit benötigen als bei ängstlichen, dominanten oder sonst wie eher komplizierten Katzen. Dabei ist es von Vorteil, die zukünftigen Wohnpartner zueinander passend auszuwählen.

Zusammenführung hat nicht geklappt, alte Katze geht 10 Minuten nach Ankunft der neuen Katze auf diese los, was kann ich tun?
Lösung: Fahre einmal quer durch die Stadt, klingle an irgendeinem Haus, marschiere zu den fremden Leuten ins Wohnzimmer, setz dich auf deren Sofa und sag ihnen, du wohnst jetzt da. Du wirst ganz neue Erkenntnisse gewinnen.

Zitat von haustierwir.blogspot.de

Die langsame Zusammenführung

Katzen sind Gewohnheitstiere und die normale Reaktion beim Zusammentreffen zweier sich fremder Tiere ist nur selten Liebe auf den ersten Blick. Katzen sind sehr territorial und wenn sich zwei gleich am Anfang in die Haare geraten, kann dies für die Zukunft negativ prägend sein.

Wer nur eine Katze möchte, findet in einem Tierheim bestimmt eine Einzelkatze, die lieber ohne Artgenossen leben würde und die sehnsüchtig auf ein Zuhause wartet, in dem sie die Hauptrolle spielen kann!

Ein Zimmer für die neue Katze reservieren

Das kann auch nur das Badezimmer sein, aber besser nicht der Lieblingsraum der anderen Katze, das wäre für sie verwirrend.

In diesem Raum muss in einer übersichtlichen Ecke ein Katzenklo stehen, besser eines ohne Haube. So weit weg wie möglich vom Klo stehen ein Futter- und ein Wassernapf, den aber bitte nicht direkt neben das Futter stellen. Auch ein Schlafplatz und ein paar Spielsachen gehören dazu.
Die Katze wird, möglichst ohne dass die andere Katze sie sehen kann, in das Zimmer gebracht und die Türe geschlossen. Während mindestens zwei oder drei Tagen soll sich die Neue an den Raum gewöhnen können, ohne dass sie mit dem ganzen Haus und der anderen Katze auf einmal bekannt gemacht wird. Die Neue darf nicht raus, die andere Katze nicht rein!

Der neuen Katze sollte man viel Zeit schenken, damit sie den oder die neuen Menschen kennenlernen kann. Dazu kann man sie streicheln, mit ihr spielen, ihr vorlesen oder -singen, damit sie sich an den Klang der Stimme gewöhnt.

Eine Gittertür kann helfen

Bei eher komplizierten Tieren hilft eine selbstgebastelte Gittertür. Die kann aus Holzlatten und Kaninchendraht zusammengebaut werden und ersetzt die Zimmertür oder wird nur vor die offene Tür geschoben und mit einem schweren Möbelstück eingeklemmt. Im Internet findet man dazu zahlreiche Anleitungen.
Durch das Gitter können sich die Tiere gefahrlos kennenlernen und auf die neue Situation einstellen. Gefauche und Imponiergehabe kann so schon mal gezeigt werden, ohne dass die Situation eskalieren kann.

Die neue Katze kann sich in Ruhe eingewöhnen

Die Neue kann sich an die Geräusche gewöhnen, sie nimmt den Geruch des neuen Zuhauses an, riecht nicht mehr so fremd und damit weniger bedrohlich. Sie kennt ihre neuen Menschen und hat auch die andere Katze gehört und gerochen. Da Katzen Nasentiere sind, kann man auch Tücher mit dem Geruch der beiden Tiere austauschen oder sogar Pipiklumpen, denn Gerüche bieten viele Informationen über Artgenossen.

Der grosse Moment

Je nach dem wie man die Situation einschätzt, kann man nach ein paar Tagen die Türe einen Spalt weit öffnen. Aber nur soviel, dass die Tiere nicht raus oder reinkönnen. Und Achtung: Katzen sind sehr geschmeidig! Sind die Beiden neugierig, kann man sie zueinander lassen, reagieren sie ängstlich, muss man sie beruhigen, bzw. ablenken, sind sie aggressiv, lässt man sie besser noch ein paar Tage getrennt.

Wenn sie dann zusammen sind, heisst es aufpassen und beschäftigen, etwa Spielangel schwingen und Leckerli werfen.

Stress am Anfang ist normal

In der ersten Zeit werden die Tiere ihre persönlichen Grenzen austesten, da wird vielleicht noch gefaucht oder Ohrfeigen verteilt und auch kleinere Schlägereien sind im Rahmen. Wirklich schlimm ist die Situation nur, wenn die Tiere zu „singen“ anfangen, beim Kloppen allzu viele Haarbüschel fliegen, Blut fliesst oder wenn die Katze in Panik unter sich macht. Dann muss sofort eingegriffen werden, mit lautem Nein und z.B. in die Hände klatschen oder Kissen werfen.

Freigang sollte man übrigens der Neuen erst nach ca. 6 Wochen gewähren und ein guter Trick ist dabei, sie beim ersten Mal rauszulassen wenn es regnet, so kehrt sie von selbst gerne wieder heim.

 

Quellen:

www.katzenhof.ch/zusammenf.html

www.haustierwir.blogspot.ch/2011/03/katzen-zusammenfuhren.html

www.katzennothilfe.de/felidae/katzentips/zweitkatze.htm