Tipp: Welche Katzen passen zusammen?

Welche Katzen passen zusammen?

Die meisten Katzen sind keine Einzelgänger, sondern sehr soziale Tier, die sich über Katzengesellschaft freuen. Insbesondere in Wohnungshaltung sollten Katzen nicht alleine gehalten werden. Viele Tierheime vermitteln Jungtiere nicht ohne gleichaltrigen Spielpartner und das aus gutem Grund. Wer schon kleine Kätzchen beim Toben, Verstecken und Raufen beobachtet hat, kann sich vorstellen, wie langweilig das Katzenleben ohne diesen Zeitvertreib sein muss.

Welche Katzen zusammenpassen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Normalerweise sind Wurfgeschwister ideal, insbesondere gleichgeschlechtliche. Ausnahmen gibt es immer, aber wenn man einige Regeln beachtet, kann dies den Katzen und den Menschen das Leben einiges angenehmer machen. Katzen sind Gewohnheitstiere und brauchen unter Umständen länger, um sich an einander zu gewöhnen.

Gleiches Alter

Kitten lieben es, mit anderen Katzenkindern zu spielen. So lernen sie auch soziales Verhalten, wie etwa wann der Einsatz von Krallen zu viel wird: Dann nämlich, wenn der Spielpartner nicht mehr mitspielen mag. So wird auch klar, weshalb man die Kleinen nicht vor 12 Wochen von der Mutter wegholen soll.
Heranwachsende Tiere möchten am liebsten den ganzen Tag spielen und Teenager können ganz schöne Flegel sein. Da ist es kein Wunder, wenn die alte Katzenoma an einem solchen Störenfried keine Freude hat, sondern einfach nur genervt ist. Ausserdem gibt es keinen sogenannten Welpenschutz. Katzen, die sich aufopfernd um fremde Kitten kümmern, sind eher die Ausnahme.

Wenn es unbedingt ein niedliches Kitten zu einem erwachsenen Tier sein muss, wären zwei Kätzchen besser. Diese können zusammen herumtoben und die ältere Katze kann, wenn sie will, mitspielen.

Altersunterschiede bei bereits erwachsenen Tieren können durchaus 3–5 Jahre betragen. Bei Jungtieren und Senioren ist aber davon abzuraten. Denn spätestens wenn eines der Tiere aus Altersgründen keine Ausdauer mehr hat, wird es gestresst reagieren. Sind mehr als zwei Katzen vorhanden, können die Ansprüche besser verteilt werden.

Manche ältere Kater würden sich hingegen gar nicht über einen weiteren älteren Herrn in ihrem Revier freuen. Da kann manchmal eine jüngere (aber ausgewachsene) Katzendame Wunder wirken, wenn sie ihn bewundert und er sich bewundern lässt.

Geschlecht und Spielverhalten

Kater und Katzen spielen anders, Kater mögen meistens männliche Raufspiele und Katzen stehen eher auf Verfolgungsjagden und Versteckspiele.  Aber es gibt auch bei Katzentieren sanfte Helden und brutale Mannsweiber. Und da Katzen viel Zeit zum Spielen haben, ist es wichtig, die passenden Partner und Spiele zu kombinieren. Keiner der auf Extremsportarten steht, hält es aus den ganzen Tag nur Socken zu stricken. So sollten passende Vorlieben kombiniert werden.

Es gibt jedoch Katzen, die Kater bevorzugen und umgekehrt! Das Geschlecht der neuen Katze sollte nur nach den Bedürfnissen der bereits vorhandenen ausgewählt werden.

Charakter

Ein Sensibelchen mit einem Rüppel zu vergesellschaften, kann zu Problemen führen. Da muss sich die Zweitkatze schon behaupten können.
Eine scheue Katze, die Menschen nicht gewohnt ist, kann sich an einem verschmusten, selbstbewussten Tier orientieren. Sie wird einer Schosskatze auch nicht von Anfang an den Menschen streitig machen.
Katzen, die gerne mit anderen Tieren zusammenliegen und bei der Fellpflege helfen, wird dies fehlen, wenn die andere entsetzt darauf reagiert.

Grösse und Gewicht

Bei unseren Kampfsportarten gibt es Gewichtsklassen und insbesondere bei Tieren, die ein eher grobes Spielverhalten an den Tag legen, helfen ungefähr gleiche Voraussetzungen. Eine zarte Katze wird wenig Freude daran haben, wenn mehrmals am Tag der riesige Machokater hinter der Tür lauert um sie anzuspringen, niederzuringen und zu würgen. Bei zwei Raufkatern macht es (zumindest dem kleineren) weniger Spass, wenn der andere 10 Kilo mehr auf die Waage bringt und sehr viel schneller rennen kann.

Aussehen und Rassenunterschiede

Katzen sind, wie viele Dämmerungs- und nachtaktive Tiere, farbenblind. Ihnen ist das Aussehen ihrer Katzenfreunde völlig egal, die Fellfarbe sollte also das letzte der Argumente sein. Aber verschiedenen Katzenrassen wurden auch verschiedene Eigenschaften angezüchtet: Ein sportlicher Bengalkater passt nicht zu einer Perserkatze, die aufgrund von Überzüchtung schnell an Atemnot leidet, eine orientalische Katze braucht unbedingt Kuschelgesellschaft usw.

Kitten zu alter Katze

 

Quellen:

www.katzen-fieber.de Wie suche ich eine passende Zweitkatze aus?

www.sos-katzenhilfe.org Katzenzusammenführung

www.katzenherzen.de Vergesellschaftung

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.